Schlicht und kantig, beinahe kühl wirkt die neue Hausarztpraxis in der Fürstenwalder Straße von außen. Doch innen erwarten die Patienten geschwungene Flure, helle Räume und viel Holz. Alles wirkt sehr einladend – und das soll es auch sein. Denn die beiden Ärztinnen Annelie Stöpel, Fachärztin für Allgemeinmedizin, und Susanne Piesk-Seik, Fachärztin für Innere Medizin, laden zum präventiven Mitmachen ein: für die eigene Gesundheit.
Die alte Praxis in der Gerichtstraße wurde zu klein, weshalb nach bedarfsgerechten Räumen gesucht wurde. Deshalb hatten die beiden Ärztinnen die Stadt um Rat gefragt, doch geeignete Räume fanden sich nicht. So entstand die Idee für neue Räume. Auf der Fläche für stilles Gewerbe in der Fürstenwalder Straße wurden sie fündig. Ihr Konzept überzeuge die Stadtverordneten und so konnten sie die Flächen erwerben.
Die neuen Räume sind großzügig gebaut. Geschwungene Flure umkreisen ein Zentrum aus Labor und WCs, drumherum sind Sprechzimmer und Behandlungsräume mit großen Fenstern gruppiert sowie nach hinten raus der Aufenthaltsraum für das sechsköpfige Team. Die Sonne scheint herein, es ist alles hell und wirkt warm. Kleine Geschenke von Patienten verzieren Regale und Schränke.
„Wenn man einmal neu anfängt, dann richtig“, sagen die beiden Ärztinnen, die jeweils ihre eigene Praxis verantworten. Zwei Warteräume, einer für akut infektiös Erkrankte und einer für alle anderen Patienten, sind geräumig, sodass man Abstand halten kann. Die WCs verfügen eine Durchreiche ins Labor – für Urinproben. Vorbei die Zeit, als man mit dem Becher durch die Praxis huschen musste.
Ein Bildschirm im Wartezimmer weist die Wege durch die Praxis. Die bieten genug Platz für die besonderen Schwerpunkte der beiden Ärztinnen. Annelie Stöpel hat sich im Bereich Ernährungsmedizin spezialisiert. Sie bietet Adipositas-Sprechstunden an und Diagnostik zu Stoffwechselkrankheiten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und mehr. Außerdem gibt es einmal im Monat eine Ernährungsberatung, die auch externe Patienten buchen können. Ein Ergometer und ein BIA-Messgerät gehören zur Ausstattung sowie ein großer Bildschirm, der bei Schulungen eingesetzt wird.
Susanne Piesk-Seik wird zum Jahresende ihre Zusatzausbildung im Bereich Naturheilkunde abschließen. Sie werde häufig von Patienten gefragt „Und, was kann ich noch machen?“ Da möchte sie mit einem ganzheitlichen präventiven Ansatz ein Angebot machen. „Schade ist, dass so etwas Selbstzahlerleistungen sind“, sagt Susanne Piesk-Seik. „In der Schulmedizin behandeln wir ja häufig nur die Symptome. Andere Ansätze suchen nach den tiefer liegenden Ursachen.“
Beide Bereiche – die Ernährungsmedizin und die Naturheilkunde – ergänzen sich gut, sind die Ärztinnen überzeugt. „Der Körper kann vieles selbst regulieren, wenn man gut mit ihm umgeht.“ Deshalb wollen beide die Patienten wieder zu mehr Selbstwirksamkeit bringen und die Selbstheilungskräfte aktivieren. Das brauche viel Zeit und Eigenmotivation der Patienten.
Dörthe Ziemer
Unter www.praxis-storkow.de ist die Praxis im Internet zu finden.


