Wovon träumen Dorfkinder?

Keine Wahlplakate, keine Firmenwerbung, keine Veranstaltungshinweise, sondern 28 Zeichnungen von Kindern zwischen 4 und 15 Jahren ziehen in Groß Schauen die Blicke der Autofahrer und anderer Passanten auf sich. Eröffnet wurde die Open-Air Galerie entlang der B 246 im Juli.

Zur Eröffnung waren die jungen Künstler, ehrenamtliche Jugendclub-Betreuerinnen, Einwohner, der SPD-Landtagsabgeordnete Ludwig Scheetz und die Bürgermeisterin von Storkow Cornelia Schulze-Ludwig gekommen. Die „Krassen-Dorf-Kids“ von Groß Schauen haben an der besonderen Galerie monatelang gearbeitet.

Entstanden ist die Idee für die Dorfgalerie im Jugendortsbeirat von Groß Schauen. Zu dem gehören acht Jugendliche, die sich einmal im Monat im Jugendclub des Ortes treffen. „Wir wollten eine Galerie für alle und zu jeder Zeit“, so Anne Streichan, ehrenamtliche Jugendclub-Chefin.

Moritz, Hannes, Merle, Jomo und viele andere haben ihre Träume aufgemalt. „Wir wollen unsere Wünsche zeigen, zum Denken anregen für unser Herzensthema Naturschutz,“ sagte der achtjährige Moritz zur Galerieeröffnung am 16. Juli.
Auf ihren Plakaten zeigen die Kids schwitzende Pilze, Baumhäuser, ein Traumhaus als neuen Jugendclub, glückliche Schweine, Berge und vieles mehr. Jomo sagt zu seinem Bild: „Man sieht ein glückliches Schwein auf einer grünen Wiese. Das ist gegen Massentierhaltung.

Ob gegen Massentierhaltung, für Umweltschutz oder für einen neuen Jugendclub – die Wünsche der Groß Schauener Kinder sind vielfältig. Fotos: Peter Mittwoch
Ob gegen Massentierhaltung, für Umweltschutz oder für einen neuen Jugendclub – die Wünsche der Groß Schauener Kinder sind vielfältig. Fotos: Peter Mittwoch
Ob gegen Massentierhaltung, für Umweltschutz oder für einen neuen Jugendclub – die Wünsche der Groß Schauener Kinder sind vielfältig. Fotos: Peter Mittwoch
Ob gegen Massentierhaltung, für Umweltschutz oder für einen neuen Jugendclub – die Wünsche der Groß Schauener Kinder sind vielfältig. Fotos: Peter Mittwoch
Ob gegen Massentierhaltung, für Umweltschutz oder für einen neuen Jugendclub – die Wünsche der Groß Schauener Kinder sind vielfältig. Fotos: Peter Mittwoch
Ob gegen Massentierhaltung, für Umweltschutz oder für einen neuen Jugendclub – die Wünsche der Groß Schauener Kinder sind vielfältig. Fotos: Peter Mittwoch
Ob gegen Massentierhaltung, für Umweltschutz oder für einen neuen Jugendclub – die Wünsche der Groß Schauener Kinder sind vielfältig. Fotos: Peter Mittwoch
Ob gegen Massentierhaltung, für Umweltschutz oder für einen neuen Jugendclub – die Wünsche der Groß Schauener Kinder sind vielfältig. Fotos: Peter Mittwoch

Schweine sind auch meine Lieblingstiere.“„Ich träume von Bergen und sauberer Luft“, erklärt Merle eine ihrer Zeichnungen. In ihrer zweiten drückt sie ihren Wunsch nach einem neuen Jugendclub aus. Der alte sei klein und bröckele etwas. Emeli wünscht sich in ihrer Zeichnung ein sauberes Dorf und keinen Umweltschmutz. „Ich würde gerne ein neues Feuerwehrhaus hier im Ort haben“, so Hannes, der auch bei der Jugendfeuerwehr ist, zu seinem Plakat.

Die Open-Air-Galerie wird im 150-Seelen-Ort Groß Schauen gut angenommen, erzählt Eve Fank, ebenfalls ehrenamtliche Jugendclub-Chefin. Und ein bisschen stolz sei man darauf, dass in keiner Zeichnung ein Handy als Wunschtraum dargestellt wurde.
Bis Ende Oktober werden die Plakate mit den 28 Zeichnungen entlang der B 246 noch zu sehen sein. Wenn sie danach noch gut erhalten sind, sollen sie vielleicht versteigert werden.

Schon einmal war eine Plakataktion entlang der Dorfstraße von Groß Schauen erfolgreich. Damals hatten Kinder, Jugendliche und Club-Betreuerinnen für eine Tempo-30-Zone im Ort geworben. Diese Aktion hat sicherlich dazu beigetragen, dass jetzt vor der Kita nur 30 km/h gefahren werden dürfen.

Birgit Mittwoch

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