Storkower Zugbrücke: schon wieder Havarie

Schon wieder gibt es an der Storkower Zugbrücke eine Havarie. Dieses Mal hat die Hitze dem Bauwerk zugesetzt. Die Folge: Tagsüber bleibt die Brücke oben, damit Schiffe und Boote den darunter liegenden Storkower Kanal passieren können.

Erst vor wenigen Wochen konnte die Storkower Zugbrücke wieder in Gang gebracht werden (storkowplus.de berichtete exklusiv). Nun ist die Verbindung zwischen der Heinrich-Heine-Straße und der Altstadt wieder unterbrochen – zumindest tagsüber. Wie die Storkower Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, gebe es seit dem 4. August eine Fehlermeldung. Sie sei dafür verantwortlich, dass die Zugbrücke „nicht in Selbstbedienung“ funktioniert.

Selbstbedienung? Richtig gelesen! Wollen Kapitäne größerer Boote den Storkower Kanal Richtung Prieros oder Storkower See passieren, drücken sie ein Knöpfchen. Damit signalisieren sie, dass sich die Zugbrücke öffnen soll. So weit, so gut. Autofahrer müssen dann vor Sicherheitsschranken warten, bis die Brücke wieder unten ist.

Sicherheitsschranken sicherheitshalber unten

Doch genau diese Sicherheitsschranken sind nun das Problem. Weil es in den Zuggurten an Spannung fehlt, bleiben die Schranken ausgelöst – also unten. Vermutlich hat die sommerliche Hitze die Gurte erschlaffen lassen. Wie lange nun eine Reparatur dauert, kann im Storkower Rathaus noch niemand absehen.

Bis auf Weiteres bleibt die Brücke deshalb für den Autoverkehr montags bis donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr sowie freitags und am Wochenende von 9.30 bis 19 Uhr gesperrt, während Schiffe ohne Probleme passieren können. Wer von der Kummersdorfer Straße aus Richtung Altstadt will und dafür in die Heinrich-Heine-Straße abbiegt, sollte daher mit Komplikationen rechnen und stattdessen lieber über die Burgstraße sowie die Straße Am Markt fahren. Marcel Gäding